Wie man jetzt helfen kann?

Seit dem Einmarsch des russischen Militärs schauen wir  mit Bestürzung auf die Situation in der Ukraine. Durch den Kontakt mit vielen NGOs und Organisationen hat sich für uns herauskristallisiert, wie wichtig es ist, ab jetzt zu helfen. Damit dies effizient und geordnet funktioniert, müssen jetzt die Kräfte und die Arbeit gebündelt werden.  Wir haben deswegen auf dieser Seite einige Informationen zusammengetragen, wie man sich jetzt engagieren kann, insbesondere von Köln aus. Wie immer empfehlen wir nur Organisationen und Einrichtungen, die wir kennen und die unser Vertrauen genießen. 

Für Rückfragen stehen wir Euch gerne jederzeit unter: info@koelner-spendenkonvoi.de zur Verfügung. 

Wie kann ich helfen?

Was macht der Spendenkonvoi?

Da Mitglieder des Kölner-Spendenkonvois lange Zeit in der Ukraine gearbeitet haben, besitzen wir eine enge Verbindung zum Land und seinen Leuten. Der Kölner Spendenkonvoi hat bereits eine medizinische Lieferung organisiert, eine Kleiderkammer im Bürgerzentrum Ehrenfeld aufgebaut und wir halten engen Kontakt mit Organisationen, die vor Ort aktiv sind. Doch auch diese Arbeit und dieser Einsatz kostet Geld. Daher haben wir uns entschieden, ein eigenes Spendenkonto aufzumachen. 

Hier in Köln helfen!

Mehrere Millionen Menschen, die fast ausnahmslos Frauen und Kinder sind, haben die Ukraine verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Einige Kommunen sind bereits an der Belastungsgrenze angekommen. Es gilt jetzt die langsamen Mühlen der Verwaltung durch das schnelle zivilgesellschaftliche Engagement zu unterstützen. Die zentrale Anlaufstelle für Sachspenden, Spendenfahrten  und Erstversorgung von Geflüchteten ist das blau-gelbes Kreuz

Zwei Personen vom Kölner-Spendenkonvoi arbeiten ehrenamtlich und durchgängig bei dem gemeinnützigen Verein. Das Blau-Gelbe Kreuz benötigt unbedingt helfende Hände. Sei es in der Lagerhalle, beim Transportieren von Geflüchteten, die in Köln angekommen sind, oder bei den unzähligen anderen Aufgaben. Tatkräftige Unterstützung wird sehr dringend gebraucht. 

Kontaktdaten Blau Gelbes Kreuz:
https://www.bgk-verein.de/
Marktstraße 27 in 50968 Köln

Zudem suchen wir Freiwillige für die Kleiderkammer im Bürgerzentrum Ehrenfeld, die das Blau-Gelbe Kreuz in Kooperation mit dem Bürgerzentrum Ehrenfeld und uns anbietet. Tragt Euch in diese Doodle-Liste ein! Wichtige Infos für Freiwillige findet Ihr hier

Zudem organisiert derzeit das Blau-Gelbe Kreuz u.A. die Vermittlung von privaten Unterkünften für Geflüchtete. Denn schon jetzt zeigt sich, dass die kommunal bereitgestellten Flüchtlingsunterkünfte nicht ausreichen werden. Wenn Ihr Wohnraum zur Verfügung habt, bitte hier melden. 

Zudem wollen wir Euch darin bestärken, ein Zeichen auf den Straßen zu setzen. Zeigt durch Eure Teilnahme an Friedensdemonstrationen, dass wir an der Seite der Ukraine und ihrem demokratischen Weg der letzten Jahre stehen. Macht der Verwaltung und Politik Druck, damit schnell die Geflüchteten eine würdige Unterkunft erhalten und zeigt, dass Sanktionen und eventuelle wirtschaftliche Einschnitte besser zu verkraften sind, als ein Krieg in der Ukraine. 

Weitere Informationen zu der Hilfe in Köln unter: https://www.stadt-koeln.de/artikel/71801/index.html

Spenden sammeln und weiterleiten!

Derzeit raten alle NGOs, die an den Grenzen zu der Ukraine operieren, von Kleiderspenden ab. Es gibt einfach genug. Dies kann zwar punktuell abweichen, aber unsere Empfehlung ist derzeit keine weiteren Kleiderspenden zu sammeln. Was eher gebraucht wird, sind weitere finanzielle Ressourcen, um die Arbeit in Köln, an der ukrainischen Grenze und in der Ukraine fortzusetzen. Sammelt gemeinsam mit Freunden oder veranstaltet Aktivitäten/Feste deren Erlös an die Organisationen gehen, die derzeit helfen. Es kann natürlich unter dem Verwendungszweck „Ukraine“ gerne an uns gespendet werden. Wir werden dann die Spende an einer der folgenden NGOs abhängig von deren Bedarf zu 100% weiterleiten. 

  • Blau Gelbes Kreuz e.V.: Derzeit arbeiten wir zusammen mit dem gemeinnützigen Verein. Das Blau Gelbe Kreuz organisiert Hilfelieferung an die Ukrainische Grenze. Dort werden die Spenden direkt in Empfang genommen und innerhalb der Ukraine verteilt. Derzeit kommen durch die Hilfe des Vereins immer noch dringend benötigte Spenden selbst in den Osten der Ukraine. Der Verein hilft zudem bei der Vermittlung von Wohnungen in Köln. // Website: https://www.bgk-verein.de/
  • Blind-Spot: Seit Jahren haben wir Kontakt zu Blindspot und arbeiten eng mit Ihnen zusammen. Derzeit befindet sich ein Team an der ukrainischen Grenze um den Geflüchteten zu helfen. Ein sehr erfahrenes und sehr flexibel agierendes Team. // Website: https://blindspots.support/
  • Stelp: Stelp ist derzeit in der Ukraine aktiv und hilft bei der Evakuierung von Leuten an die Grenze. Wir kennen die Arbeit von Stelp durch unsere Einsätze in Bosnien. // Website: https://stelp.eu/
  • Logs: Logs ist eine rumänische NGo mit der wir seit geraumer Zeit im Austausch und enger Verbindung sind. Die in Rumänien ansässige NGO betreut die Geflüchteten, die in Rumänien angekommen sind. Zudem helfen sie bei der Evakuierung innerhalb der Ukraine. // Website: https://grupullogs.ro/

Spendenfahrten an die Grenze organisieren?

Derzeit würden wir durch unsere Kontakte von Helfenden an der Ukrainischen Grenze von privaten Fahrten abraten. Derzeit (Stand 06.03.2022) blockieren private Helfende eher an der Grenze als das sie helfen. Daher wollen wir an der Stelle appellieren mit größeren NGO wie dem Blau Gelben Kreuz zu kooperieren. Diese suchen auch immer Fahrer*innen, die die Transporte an die Grenze bringen. 

Evakuierungsfahrten organisieren?

Wir haben persönlich von einer Evakuierungsfahrt abgesehen. Denn nach unseren Informationen operieren derzeit eine Vielzahl von ukrainischen Organisationen, um die Menschen an die Grenze zu bringen. Unter info@koelner-spendenkonvoi.de geben wir aber gerne noch detaillierte Einblicke in unsere Begründung. 

Es gibt 84 Millionen Geflüchtete nicht. #leavenoonebehind

Das Leid in der Ukraine kann durch nicht relativiert werden. Wir wollen an der Stelle appellieren, dass die unglaubliche Solidarität unsere Unterstützung für Geflüchtete weltweit nicht ersetzen darf, sondern eine Ergänzung sein muss. Denn das Leid an den EU-Außengrenzen -in Serbien, in Griechenland in Bosnien- besteht ungemindert fort.